Das Scale-Fahrwerk war Liebe auf den ersten Blick!
Obwohl es für die DC-3 von der Firma TopFlite gebaut wird, wollte ich das in meine Marutaka DC-3 verwenden.
Die Maßstäbe der beiden Flieger sind fast gleich. (Marutaka 1:13,7 und TopFlite 1:14)
Dennoch muss bei der gesamten Konstruktion des Flügels einiges verändert werden.
Für die Funktion des Fahrwerks wird ein Airkit benötigt. Das Ventil hat getrennte Einstellmöglichkeiten für die Geschwindigkeit
der Ein- und Ausziehfunktion. Zudem ist eine Onboard Druckanzeige (schwarzes Teil) mit dabei.
Der Drucktank passt möglicherweise gerade so zwischen den Hauptholm und der Nasenleiste des Hauptflügels.
Natürlich musste ich sofort einen Reifen an die Fahrwerkskonstruktion anbringen und mir das Aus- und Einfahren
bildlich vorstellen.
Das Integrieren in die Fläche war eine komplexe Angelegenheit. Für die Herstellung der Halterung musste
die exakte Lage des Fahrwerks zuvor am Bauplan bestimmt werden. Das starre Drahtbügelfahrwerk aus dem Baukasten
verwendet ganz andere Festpunkte am Flügel.
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Das Scale-Fahrwerk sitzt jetzt 1/2 Reifendurchmesser höher. Die hintere Strebe des Fahrwerks ist steiler und somit weiter
vorne befestigt.
Dies entspricht aber in beiden Fällen dem manntragenden Original.
Bleibt nur die Hoffnung, dass die geringere Bodenfreiheit und das wenig federnde Fahrwerk in der Praxis auch
funktionieren.
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Den Drucklufttank werde ich direkt vor den Hauptholm setzen. Der Durchmesser ist 1mm zu groß. Das sollte aber durch
Schleifen an der 2mm Beplankung auszugleichen sein.
Um des Fahrwerkszylinder später auch ggf. wieder ausbauen zu können, hatte ich mir eine Halterung gebastelt,
mit der ich den Zylinder mit einer Inbusschraube aus der Halterung lösen und durch den Fahrwerksschacht herausziehen
konnte. Doch leider funktionierte das Herausziehen des Zylinders nicht.
So bleibt mir nichts anderes übrig als doch eine Wartungsklappe an die Flächenunterseite zu machen.
Das Fahrwerk selbst wird mit Inbusschrauben befestigt. Hierzu habe ich alle Festpunkte mit M3 Einschlagmuttern versehen.
Nach dem Einbau des Zylinders mit den Gewindestangen konnte ein erster Testlauf des Fahrwerks durchgeführt werden.
Kurze Videos von den ersten Fahrwerkstests: (jeweils ca. 900KB, 10sec)
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Für den Drucktank wäre außerhalb der Fläche nur noch im Rumpf Platz
gewesen. Hierzu hätte ich eine Kupplung in der Druckleitung benötigt.
Dieses Risiko wollte ich nicht eingehen und habe mich für den Einbau in
der Fläche entschieden.
Der Drucktank passt auf einen halben Millimeter genau vor den Hauptholm.
Um keine Stabilität zu verlieren habe ich den Tank eingeharzt.
Jetzt fehlt nur noch die Installation des Regelventils mit dem
Steuerservo. Dies wird nach dem Beplanken der Fläche gemacht. Zudem
muss noch der Druckanschluss und die Druckanzeige an geeigneter Stelle
angebracht werden.